Best Practices für reibungslose SQL Server Backups

Best Practices für reibungslose SQL Server Backups

Mit „Übung macht den Meister“ endete unser letzter Blog. Meisterschaft ist natürlich bei so kritischen Dingen wie der Wiederherstellung von Daten unerlässlich. 

Wie einer meiner guten Freunde immer sagt: „Keiner wurde jemals für fehlende Backups gefeuert. Für Daten, die man nicht wiederherstellen kann, allerdings schon.“ Sollten Sie überlegen, wie Sie die Best Practices für SQL Server Backups auch in Ihrem Unternehmen umsetzen können, würde ich Ihnen raten, zu Anfang das Backup zu vernachlässigen und den Fokus stärker auf die Wiederherstellung zu richten.

Beim Erstellen einer Backup-Strategie für SQL Server stellt man sich zu Beginn zwei simple Fragen:

  1. Wie viel Daten können im Zweifelsfall verloren gehen?
  2. Wie lange können die Mitarbeiter ohne diese Daten auskommen, ohne dass das Tagesgeschäft beeinträchtigt wird?

Wie viel Daten können im Zweifelsfall verloren gehen?

Die üblichste und offensichtlichste Antwort ist wohl, dass sich das Unternehmen natürlich keinerlei Datenverlust leisten kann. In manchen Fällen mag das zutreffen, vor allem im Finanzbereich. Dort muss ohne Diskussion jede einzelne Transaktion aufgezeichnet werden und auch gesichert sein. Allerdings gibt es genug Fälle, in denen es sich ein Unternehmen durchaus leisten kann, etwasDatenverlust in Kauf zu nehmen, zumindest in einigen Abteilungen. Es gibt Konstellationen, in denen die Kosten für eine Backup-Lösung ohne jeglichen Datenverlust deutlich über dem Wert der eigentlichen Daten liegen. Die Antwort auf diese Frage ist natürlich für jedes Unternehmen anders.

Wie lange könnte im Fall eines Ausfalls oder Fehlers ein SQL Server offline sein?

Auch hier ist die scheinbar klare Antwort, dass das Unternehmen sich einen Serverausfall keine Sekunde lang leisten kann. Ebenso gibt es wieder einige Fälle, in denen das zutreffen mag. Beispielsweise, wenn das Unternehmen darauf aufbaut, dass Systeme online sind, die Umsätze generieren. Die Verluste bei einem Ausfall würden so die Kosten einer entsprechenden Backup-Lösung ohne Ausfälle um ein Vielfaches übertreffen. Üblicherweise ist es jedoch relativ wahrscheinlich, dass ein Unternehmen sich einen Ausfall eine gewisse Zeit ohne weitere Probleme leisten kann. Daher würden erneut die Kosten einer entsprechend ausfallfreien Backup-Lösung die Kosten des Ausfalls an sich übersteigen. Auch hier ist die Beantwortung der Frage freilich unternehmensabhänig.

Definieren Sie die Backup-Strategie Ihrer SQL Server anhand der Best Practices

Sobald die beiden Fragen beantwortet sind, können Sie mit dem Aufbau einer Backup-Strategie für Ihre SQL Server beginnen, die sich bestenfalls an den Best Practices orientiert und an die genauen Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst ist. Durch qualifizierte Antworten auf die obenstehenden Fragen, gibt es auch keine Missverständnisse bezüglich der SLAs zur Wiederherstellung. Sollte Ihr Unternehmen also in der misslichen Lage sein und mitten in einem Ausfall stecken, sind alle Verantwortlichen bereits im Bilde darüber, wieviele Daten unter Umständen verloren gehen und wie lange es braucht, bis die Systeme wieder verfügbar sind.

Um Ihnen bei der Erstellung einer passenden Backup-Strategie für Ihr SQL Server Backup unter die Arme zu greifen, haben wir ein kostenfreies, lehrreiches eBook mit dem Titel „Best Practices für SQL Server Sicherungen“ verfasst. Darin werden verschiedene Themen besprochen: Planung, Backup-Verifizierung, einfache oder volle Wiederherstellungsmodelle und vieles mehr. Laden Sie das eBook jetzt herunter, um die perfekte Backup-Strategie für Ihre SQL Server aufzubauen. 

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