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Was ist Datensicherung?

Bei der Datensicherung wird eine Kopie Ihrer digitalisierten Daten und anderer geschäftlicher Informationen für den Fall angelegt, dass Ihre Daten beschädigt, gelöscht oder verloren gehen sollten. Die Sicherungskopie wird anschließend verwendet, um Ihre Daten für Business-Continuity- und Notfallwiederherstellungszwecke wiederherzustellen. Viele IT-Abteilungen legen mehrere Sicherheitskopien an und bewahren eine lokal auf, um eine schnellstmögliche Wiederherstellung zu gewährleisten. Die zweite Kopie wird extern oder in der Cloud gespeichert, falls die lokale Kopie beispielsweise infolge einer Naturkatastrophe oder wegen von Menschen verursachter Unglücke beschädigt wird.
Datensicherung

Es stellt sich nicht die Frage, ob eine Notsituation eintritt, sondern wann

IT-Manager in mittleren und großen Unternehmen investieren Unmengen an Zeit und Ressourcen für Pläne zur Datensicherung und -wiederherstellung. Das Management stellt hohe Anforderungen, was die Minimierung des Risikos von Datenverlusten und die Vermeidung von geschäftlichen Ausfallzeiten angeht. Systemausfälle, Speicherabstürze, versehentliche Änderungen und Viren stellen ein permanentes Risiko dar. Erschwerend kommt hinzu, dass Unternehmen von raffinierten Hackern und Cyberkriminellen ausspioniert werden können, weil sie Schwachstellen innerhalb des Unternehmens ausnutzen wollen. Der Schutz des gesamten Unternehmens kann zur Herausforderung werden, wenn zusätzlich Remote-Mitarbeiter an ungesicherten Standorten tätig sind. Auch Satellitenbüros auf der ganzen Welt können nicht nur von System- oder Speicherausfällen betroffen sein, sondern auch von Naturkatastrophen.
Es stellt sich nicht die Frage, ob eine Notsituation eintritt, sondern wann

Warum ist die Datensicherung und -wiederherstellung so wichtig?

Die Folgen einer Notsituation, auf die man nicht vorbereitet ist, können unwiderruflich sein. Und die Nachwirkungen können das Wachstum und die Stabilität des Unternehmens auf Dauer beeinträchtigen. Wenn Daten infolge eines unerwarteten Ereignisses oder eines böswilligen Angriffs verloren gehen, verändert oder beschädigt werden, sind Sicherungen Ihre letzte Verteidigungslinie und wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um das System wiederherzustellen. IT-Administratoren, die für den Datenschutz verantwortlich sind, sollten unbedingt über die Ansätze und Techniken für Datensicherung und -wiederherstellung Bescheid wissen.
Warum ist die Datensicherung und -wiederherstellung so wichtig?

Die 3-2-1-Regel für Sicherungen

Dieser fehlersichere Ansatz sorgt für Redundanzen, mit denen sich Unternehmen vor gängigen Szenarien schützen können, die negative Auswirkungen auf gesicherte Daten haben könnten. Denn ob Sie es glauben oder nicht – auch Datensicherungen können von Katastrophen betroffen sein. Befolgen Sie deshalb diese einfache Regel. Bewahren Sie immer drei Kopien Ihrer Daten auf: Speichern Sie zwei davon lokal, aber auf verschiedenen Speichermedien, und bewahren Sie die dritte Kopie extern auf (etwa an einem Remote-Standort oder in der Cloud).
Die 3-2-1-Regel für Sicherungen

So legen Sie Sicherungs- und Wiederherstellungsziele fest

Die Wiederherstellungspunktvorgabe (Recovery Point Objective, RPO) und die Wiederherstellungszeitvorgabe (Recovery Time Objective, RTO) sind zwei der wichtigsten Faktoren für die Planung Ihrer Sicherungs- und Notfallwiederherstellungsstrategien. Das Verständnis für und die Festlegung von Zeitrahmen für Ihre Datenwiederherstellung erlaubt es Unternehmen, nicht nur die Art der Sicherung, sondern auch die benötigte Hardware und Software zu bestimmen.

  • Wiederherstellungszeitvorgabe (RTO) – stellt eine (normalerweise vom Unternehmen vorgegebene) angemessene Zeitdauer für die Wiederherstellung Ihrer Daten dar. Es gibt zahlreiche Datensicherungstechnologien, mit denen eine schnelle Wiederherstellung erreicht werden kann. Einige davon sind aber ziemlich kostspielig, weshalb IT-Fachleute normalerweise Kosten und Nutzen abwägen müssen.
  • Wiederherstellungspunktvorgabe (RPO) – ist das maximal zulässige Volumen an Daten, das nach einem ungeplanten Vorfall verloren gehen darf. Je häufiger Sie Ihre Daten sichern, desto stärker verringert sich das Risiko für Verluste oder Schäden. Das Problem dabei ist: Je häufiger Sie Sicherungen durchführen, desto höher sind Speicherbedarf und Kosten. Das IT-Personal muss daher Kosten gegen Risiken abwägen.

Welche Sicherungsarten gibt es?

Vollständige Sicherung

Bei einer vollständigen Sicherung wird eine Kopie aller Daten angelegt, die ein Unternehmen in einem Sicherungsvorgang schützen will.

Synthetische vollständige Sicherung

Für eine synthetische vollständige Sicherung wird eine vollständige Sicherung mit weiteren inkrementellen Sicherungen kombiniert, sodass immer eine aktuelle vollständige Sicherung zur Verfügung steht. Für eine synthetische vollständige Sicherung wird nur der Sicherungsserver und sein Speicher genutzt, sodass keinerlei Ressourcen des zu sichernden Systems verbraucht werden.

Differenzielle Sicherung

Bei einer differenziellen Sicherung handelt es sich um eine Datensicherung, bei der alle Dateien kopiert werden, die seit der letzten vollständigen Sicherung geändert wurden. Dies schließt auch Daten ein, die erstellt, aktualisiert oder auf irgendeine Weise verändert wurden. Dabei werden aber nicht immer alle Daten kopiert.

Inkrementelle Sicherung

Eine inkrementelle Sicherung ist eine Sicherungsart, bei der nur Daten kopiert werden, die seit Durchführung der letzten Sicherung geändert oder erstellt wurden. Inkrementelle Sicherungen können auf Block- oder Byte-Ebene stattfinden. Inkrementelle Sicherungen auf Byte-Ebene haben den geringsten Speicherbedarf.

Kontinuierlicher Datenschutz

Kontinuierlicher Datenschutz, der auch als fortlaufende oder Echtzeit-Datensicherung bezeichnet wird, bezieht sich auf die Sicherung von Daten, bei der automatisch eine Kopie jeder an den Daten vorgenommenen Änderung angelegt wird. Auf diese Weise wird praktisch jede Version der vom Benutzer gespeicherten Daten erfasst.

Snapshot-Sicherung

Bei einer Snapshot-Sicherung handelt es sich um eine Sicherungskopie, die zur Erstellung einer vollständigen Kopie (Image) der Architektur einer Anwendung, eines Datenträgers oder eines Systems verwendet wird.

Bare-Metal-Sicherung

Eine Bare-Metal-Wiederherstellung (auch als Bare-Metal-Sicherung bezeichnet) ist ein Wiederherstellungsprozess, bei dem ein Computer (Betriebssystem, Anwendung, Daten oder Einstellungen) nach einem katastrophalen Hardwarefehler in der Regel auf einem neuen Gerät wiederhergestellt wird.

VM-Wiederherstellung

Bei einer vollständigen VM-Wiederherstellung wird eine Sicherung einer virtuellen Maschine (Gast) verwendet, um diesen Gast auf einem virtualisierten Hostsystem wiederherzustellen. Auf diese Weise werden der Gast und sein Betriebssystem, seine Anwendungen, Daten und Services auf einen früheren als funktionierend bekannten Zustand zurückgesetzt.

Volume-Wiederherstellung

Bei einer vollständigen VM-Wiederherstellung wird eine Sicherung einer virtuellen Maschine (Gast) verwendet, um diesen Gast auf einem virtualisierten Hostsystem wiederherzustellen. Auf diese Weise werden der Gast und sein Betriebssystem, seine Anwendungen, Daten und Services auf einen früheren als funktionierend bekannten Zustand zurückgesetzt.

Wiederherstellung auf Dateiebene

Bei der Sicherung auf Dateiebene werden einzelne Dateien wiederhergestellt, die verloren gegangen sind oder beschädigt wurden.

Deduplizierung

Die Datendeduplizierung ist ein Prozess, bei dem keine übermäßig vielen Datenkopien angelegt und die Speicheranforderungen erheblich reduziert werden.

Replikation

Bei der Replikation werden Sicherungsdaten zunächst kopiert und anschließend von einem Unternehmensstandort zum nächsten beziehungsweise in die Cloud verschoben. Es gibt zwei Arten von Replikation: (1) die synchrone Replikation, bei der jeder Schreibvorgang auf den primären Sicherungsspeicher gleichzeitig auf den sekundären Sicherungsspeicher repliziert wird; und (2) die asynchrone Replikation, bei der Daten zunächst in den primären Sicherungsspeicher geschrieben und anschließend auf den sekundären Sicherungsspeicher repliziert werden.

Was ist ein Sicherungsziel?

Als Sicherungsziel wird das Speichergerät bezeichnet, das mit Ihrer Sicherungslösung verwendet wird, um Kopien Ihrer Daten außerhalb der Datenquelle aufzubewahren. Sicherungskopien bieten zusätzlichen Schutz für Daten und sollten für die Langzeitaufbewahrung und Notfallwiederherstellung verwendet werden.

Redundant Array of Independent Disks

RAID ist ein System, das mehrere Laufwerke beinhaltet und dieselben Daten an verschiedenen Orten auf mehreren Festplatten oder Festkörperlaufwerken (SSDs) speichert, um Daten bei Ausfall eines einzelnen Laufwerks zu schützen. Je nach Datenschutzfunktionen gibt es verschiedene RAID-Levels.

Band

Ein Bandlaufwerk ist ein Laufwerk, auf dem Computerdaten insbesondere zur Sicherung oder Archivierung auf Magnetband gespeichert werden.

Virtuelle Bandbibliothek

Eine virtuelle Bandbibliothek ist eine Technologie zur Visualisierung von Datenspeicher, die in der Regel für Sicherungs- und Wiederherstellungszwecke zum Einsatz kommt. Sie stellt eine Speicherkomponente, typischerweise eine Laufwerkgruppe, als eine physische Bandbibliothek oder ein Bandlaufwerk dar, die mit vorhandener Sicherungssoftware genutzt werden, welche für die Verwendung von Band als Sicherungsziel konzipiert wurde.

Cloud-Speicher

Cloud-Serviceanbieter (wie Microsoft Azure, AWS, Google, Wasabi und andere) bieten cloudbasierten Speicher für die Sicherung, Notfallwiederherstellung und Langzeitaufbewahrung an. Der wegen der niedrigen Kosten beliebteste Cloud-Speicher, der für Sicherungen verwendet wird, ist der Objektspeicher. Wenn Unternehmen die Cloud als Sicherungs-, Replikations- oder Tiering-Ziel verwenden, können sie praktisch von allen ihren Standorten mit Internetanschluss auf ihre Sicherungen zugreifen.

Sicherungs-Appliances im Vergleich zu Sicherungssoftware

Es gibt im Grunde zwei verschiedene Datensicherungslösungen. Und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Sicherungs-Appliances

Eine Sicherungs-Appliance ist ein Datenspeichergerät oder eine Vorrichtung, die Sicherungssoftware und Hardwarekomponenten in einem einzigen Gerät vereint. Es handelt sich dabei um eine umfassende Sicherungslösung, die als zentrale Schnittstelle für Sicherungsprozesse, -Tools und -infrastrukturen dient. Der Markt bezeichnet diese Lösungen als Purpose Built Backup Appliances (speziell entwickelte Sicherungs-Appliances) oder PBBA. Ein Vorteil einer PBBA ist, dass man mit ihr keine Software, Hardware, Betriebssysteme oder Speicher separat kaufen muss. Allerdings muss bei PBBA alle 3 bis 5 Jahre die Hardware erneuert werden, weshalb immer wieder Kosten für Sicherungssoftware anfallen.

Sicherungssoftware

Sicherungssoftware ist ein Computerprogramm, das Sicherungen ausführt, um weitere Kopien von Dateien, Datenbanken oder ganzen Computern zu erstellen. Diese Programme können später zusätzliche Kopien verwenden, um im Falle von Datenverlusten ursprüngliche Inhalte wiederherzustellen. Der Vorteil von Sicherungssoftware besteht darin, dass es auf Hardware, auf VMs und in der Cloud installiert werden kann, je nachdem, welche Lösung die IT-Abteilung bevorzugt. PBBA werden nur auf bestimmten Hardwaregeräten bzw. nur von bestimmten Herstellern angeboten und lassen sich nicht in einer Public Cloud installieren. Und wenn Sie Sicherungssoftware nutzen und die Hardware erneuern, müssen Sie nicht erneut für die Sicherungssoftware bezahlen.

Zusammenfassung

Die Datensicherung ist für die Integrität des Unternehmens immens wichtig. Sie ist Ihre Versicherung gegen versehentliche Änderungen, böswillige Angriffe und von Menschen verursachte Unglücke oder Naturkatastrophen. Jede IT-Abteilung muss sich um den Datenschutz kümmern, um die Notfallwiederherstellung und Business Continuity sicherzustellen. Quest Software bietet umfassende Datenschutzlösungen, um die Datensicherung und -wiederherstellung zu beschleunigen, die Sicherungsspeicheranforderungen und -kosten erheblich zu reduzieren und Sicherungen zu optimieren, um die Cloud zur Notfallwiederherstellung und Langzeitaufbewahrung von Daten optimal zu nutzen.